07

Feb

2015

Holz und Deckenbalken


2℃


Es ist nur wenige Woche her, da haben Harry und ich einen recht ordentlichen Stapel Brennholz produziert, welcher überwiegend aus dem Abrissholz der Geschosszwischendecke bestand. Diese 2m3 Holz wurden schneller verbrannt als erwartet und so mussten bereits Pläne für weitere Sägearbeiten geschmiedet werden.

Die Holzreserven gehen rapide zur Neige

Holzreste im Gebälk der Scheune

Da mir bei diversen Aktivitäten in den Scheunen aufgefallen war, dass die Landwirte damals Holzstämme mit kleinerem Durchmesser (10-15cm) eingelagert hatten, wollte ich nun diese Reserven anzapfen und begann damit, die Scheunen aufzuräumen. Dabei kam glücklicherweise eine schöne Sammlung Holz heraus, welche durch mühsames Ziehen und Zerren aus dem Dachstuhl entfernt werden musste.

Viel Staub beim herunterziehen der Hölzer

Das gesammelte Restholz aus dem Scheunen Dach

Gebrochener Deckenbalken

An einer besonderen Stelle hatten sich gleich mehrere dünne Hölzer scheinbar im Dachstuhl an einem Deckenbalken verkeilt. Bei genauerer Betrachtung und nachdem ein Großteil des Holzes dort entfernt worden war, stellte sich jedoch heraus, dass an dieser Stelle der Deckenbalken schlichtweg gebrochen war.

Ein gebrochener Dachbalken wurde entdeckt

Das ist kein schöner Anblick und jetzt, da mein "Verständnis" der Lage geschärft war, betrachtete ich auch die benachbarten Balken genauer. Der Deckenbalken direkt hinter dem gebrochenen spannte sich ebenfalls bereits und war an einer Seite sogar deutlich abgenutzt!

Der vordere Balken ist gebrochen der hintere steht bereits unter erhöhter Spannung

Dachstuhl abstützen

Glücklicherweise hatte sich Harry heute angekündigt und gemeinsam konnten wir dann abstützende Maßnahmen für den Dachstuhl einleiten, um den gebrochenen Balken komplett zu entlasten und dem strapazierten daneben etwas "Luft" zu verschaffen. Es ist kein angenehmer Anblick, gebrochene Holzbalken in einer Fachwerkkonstruktion vorzufinden und obwohl ich nun mittlerweile etwas (unerwünschte) Erfahrung gesammelt habe, hinterlässt es immer ein mulmiges Gefühl. Die tragende Konstruktion sollte einfach intakt sein.

Die Dachbalken wurden abgestützt

Glücklicherweise sind wir noch im Besitz von einigen langen Baustützen und so wurde entschlossen, zwei von diesen zu verwenden, um die Last auf einen tieferliegenden Balken mit kräftigem Durchmesser abzuleiten. Dazu war einiges an Leiterakrobatik und Kraft nötig, da die Baustützen nicht gerade zur leichten Gattung gehören und erst einseitig befestigt werden mussten, bevor sie aufgespannt wurden.

Die rechte Baustütze entlastet das Dach

Die linke Baustütze entlastet den gebrochenen Balken

Als beide Stützen aufgedreht waren und der gebrochene Balken entlastet wurde, da knickte das Ende bereits ab und fiel uns quasi entgegen. Sofort konnten wir erkennen, dass dieser Balken aus einem anderen Bauwerk stammte, da sich an der Bruchstelle eine Zapfung befand. Es wundert also nicht, dass dieser Balken brach – von den Zimmerleuten dieses Bauwerks (vor langer Zeit) war es eine schlechte Wahl.

Der Balken war schwach weil angezapft

Es stand nur wenig Holz als Stütze zur Verfügung

Jetzt können wir erst einmal wieder in Ruhe schlafen; obwohl wir von diesem Problem vorher nichts wussten. Wir hatten großes Glück diesen Bruch jetzt zu bemerken, denn die Gefahr war groß, dass bei entsprechender Windlast der benachbarte Balken ebenfalls den Geist hätte aufgeben können.

Oben rechts sieht man das fehlende Balkenstück

Brennholz machen

Als der gebrochene Balken herunterfiel, da konnten wir auch endlich an die restlichen Hölzer gelangen und begannen bald danach mit den eigentlichen Sägearbeiten. Wir zersägten aber nicht blindweg alles, was nach Holz aussah, sondern achteten schon darauf gutes, kräftiges Bauholz auszusortieren oder entsprechend gekürzt einzulagern. Dabei kamen uns auch alte Hölzer mit merkwürdigen Markierungen unter die Säge.

Markierung an einem Rundholz aus der Scheune

Harry beim Fegen

Als Harry dann die letzten Sägespäne zusammenkehrte, hatten wir erneut einen ordentlichen Stapel Brennholz angesammelt – ordentlich in dem Sinne, dass es sich nur um "unnütze" und kostenlose Holzreste aus den Scheunen handelt. Dieses Mal konnten wir sogar auf die Hilfe von meinen beiden Söhnen zählen, die mehr oder weniger bereitwillig ihre Computerspielzeit unterbrachen um uns zu helfen.

Nach getaner Arbeit ist das Holzlager wieder für einen Monat gefüllt

Wir haben noch weitere Holzreserven, doch langsam wird es knapp. Dennoch hoffen wir, dass wir diese Heizperiode ohne Zukauf überstehen können.

  1. Kommentare
    1. mama · 19.03.2015 · 15:03

      Schwein gehabt, oder? Wenn die ganze Geschichte 'runtergekommen waere, oioioi!!!!

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