17

Jan

2015

Holz machen für den drohenden Winter


3℃


Seit den Weihnachtsferien haben wir im Obergeschoss den zweiten Holzofen stehen. Der Anschluss gestaltete sich komplizierter (und teurer) als gedacht, doch letztendlich gab es keine andere Wahl, da wir ohne Heizung im Obergeschoss nicht ordentlich wohnen können. Zwei Öfen benötigen aber auch mehr Brennstoff als einer – immerhin heizen wir jetzt mehr als 200m2 Wohnfläche und das macht sich deutlich im Holzverbrauch bemerkbar.

Glücklicherweise benötigen wir im Obergeschoss nicht ganz so viel Holz wie im Erdgeschoss. Zum einen halten wir uns ohnehin überwiegend unten auf und zum anderen schläft es sich angenehmer, wenn die Räume etwas kühler sind. Trotz allem war das Holz, welches wir im letzten Herbst vorbereitet hatten, mittlerweile fast vollständig aufgebraucht und es wurde Zeit, die Reserven noch einmal zu durchforsten.

Dabei sind wir über die Deckenhölzer "gestolpert", welche noch in der Scheune liegen. Diese hatten wir beim Abriss der Zwischendecke vom Erdgeschoss ins Obergeschoss eingelagert, etwa um Löcher in der Decke zum Dachboden reparieren zu können. Eine Alternativverwertung als Brennstoff ist aber durchaus akzeptabel, also machten Harry und ich uns daran diese auszusortieren und die Hölzer aus Weichholz zu zersägen.

Der Holzstapel in der Ecke ging mal bis zur Decke

Dabei schwand der Stapel recht schnell, zumal die guten Eichenhölzer mit entsprechender Breite für andere Bastelarbeiten aufgestapelt wurden. Es wird also nicht alles sinnlos verfeuert, sondern das gute von dem schlechten Holz vorher getrennt.

Mit diesen Eichenhölzern läßt sich noch etwas anfangen

Übrig blieb ein Stapel aus Eichenhölzern, sowie diversen Fachwerkbalken von denen wir uns noch nicht trennen wollen. Immerhin gibt es noch diverse Holzarbeiten die im Haus gemacht werden müssen und wir wären schön blöd, wenn wir den besten Werkstoff dafür in den Ofen werfen würden.

Einige dieser Fachwerkbalken taugen noch für Holzbasteleien

Brennstoff

Nachdem Harry und ich den Tag durch gesägt hatten, konnten wir ca. 2rm Holz in 25cm Länge präsentieren. Harry hatte die Idee mit dem Stapeln, was sich als gute Zeitinvestition herausstellte. Bislang hatte ich das Holz einfach in den Raum abgekippt, doch so lässt sich viel besser damit arbeiten.

Holzscheite aus dem Deckenabriß fein säuberlich aufgestapelt

Von den ganzen Sägearbeiten blieb sogar einiges an Sägespänen übrig, die zusammen mit bereits vorhandenen Hobelspänen einen drittel Bigbag füllten – perfekt um das Feuer anzuheizen. Wir wickeln dazu zwei Hände voll Späne in zwei Blatt Zeitungspapier und benutzen diese "Bombe" (so haben wir sie getauft) um Kleinholz anzuzünden.

Ein drittel Bigbag an Holzpsänen und Hobelspänen haben wir zum Anfeürn gesammelt

Und wo wir gerade beim Thema "Kleinholz" sind, da kommen wir auch gleich zum letzten Stapel. Diese Hölzer stammen aus dem Wurflehm-Geflecht einiger der Gefache, denn interessanterweise waren nicht alle Gefache mit Lehmsteinen ausgemauert. Wir nutzen diese Holzbruchstücke gerne um die Öfen anzuheizen. Es ist nur mühsam die mituner erstaunlich widerstandsfähigen Holzstäbe zu zerbrechen, damit diese auch in den Ofen passen.

Es bleibt viel Anmachholz aus den alten Lehmwänden

  1. Kommentare
    1. Harry · 08.03.2015 · 12:31

      Was war das für eine Schw...-Arbeit! Gut, wir haben viel geschafft, aber überall fanden sich Sägespäne, ob das in den Ohren, Im Bauchnabel oder in den Socken war. Noch Tage später! Aber der Anblick des Holzstapels hatr dafür reichlich entschädigt.

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