05

Sep

2013

Die Eichenstufe wird eingebaut


05.09.2013, 28°C


Es war mehr als Ansporn gedacht mal wieder an der Tür weiterzuarbeiten, als ich heute zu Annika sagte: "Heute bauen wir die Stufe ein", denn ich wusste, dass es noch Schnitzarbeiten daran zu leisten gab. Doch als ich die Tür dann plötzlich ausgebaut hatte war mir klar, dass heute "alles oder nichts" sein würde und die Tage sind schon deutlich kürzer geworden als vor wenigen Wochen – ein Rennen also.

Die Haustür samt Rahmen wurde ausgebaut

Also wurde die Tür aus den drei Angeln gehoben, die zehn Rahmenanker aus dem Türrahmen geschraubt, dem Stopfhanf beim herausfallen zugeschaut und dann auf die große Vakanz in der Hauswand gestarrt.

Der Haufen Stopfhanf dichtete bislang die Haustür ab

Zuerst musste der Dreck vom Türschweller und aus den Ecken gesaugt werden und dann konnte auch gleich die erste Anprobe beginnen. Die Eichenstufe verhakte sich prompt seitlich in den Ständerbalken, weil passierte was ich bereits prognostiziert hatte: Das Holz folgt keiner geraden Linie und ich hatte einfach zu knapp bemessen. Annika konnte mir für die zwei seitlichen Schnitte (diesmal nicht mit der Stich- sondern der Kappsäge) zur Hand gehen und schon passte die Stufe wunderbar an ihren Platz.

Türdurchgang mit Eichenschweller und Türschweller

Die Eichenstufe dient als Adapter zwischen Türschweller und Bodenschweller

Als nächstes musste am hinteren Ende der Stufe noch ein ordentlicher Bereich ausgeklinkt werden: 9,5cm breit und 4cm tief musste die Stufe angeschnitten werden um Platz zu machen für den Türschweller. Das hat historisch Gründe und wäre nicht mehr zu ändern gewesen, da die Befestigung des gesamten Rahmens im Bodenaufbau verschwunden ist. Macht aber nichts, weil die Stufe auch so gut passen würde.

Die Stufenrückseite muss um viel Holz ausgedünnt werden

Es wurde also die große Makita auf 40mm Schnittiefe eingestellt (mittels Probeschnitten ermittelt und nicht nach der groben Skala) und dann ausgiebige Furchen durch das Eichenholz gezogen. Um die einzelnen Klötzchen noch kleiner zu machen wurden noch einige schräge Schnitte gemacht und schon konnte das Ausklinken mittels Beitel und Klöppel aufgenommen werden.

Mit Handkreissäge erzeugtes Schnittmuster um besser aussparen zu können

Grobe Schnitzerei an der Eichenstufe

Nachdem die grobe Arbeit erledigt wurde, kommt das mühsame Angleichen mittels gezielten Beitelschüben oder Schnitten. Ich gestehe, dass ich an dieser Stelle nicht sauber gearbeitet habe, da ich die Unterseite der Stufe (sofern alles gut geht) nie wieder sehen werde. Es reichte mir also, dass die Klötzchen aus dem Weg waren und keine Resthügel mehr standen.

Hier muss noch viel nachgearbeitet werden

Die Eichenstufe ist eingesetzt

Nach diesen Anpassungen war schon wieder einiges an Zeit verstrichen und die Sonne begann bereits unterzugehen. Es fehlte aber noch die Befestigung und die eine oder andere Stelle verlangte noch eine Nachbesserung. An der rechten Seite z.B. war der Bodenschweller etwas tiefer geraten und dort mussten noch zwei Eichenkeile angepasst werden, damit die Stufe nicht seitlich in einen Hohlraum kippen würde.

Kleine Eichenplättchen vermitteln zwischen Stufe und Schwelle

Die hintere Aussparung passt

Irgendwann war ich mit den Anpassungen der Stufe soweit zufrieden, dass ich mich um die Befestigung mittels Messingschrauben, sowie dem erneuten Einbau des Türrahmens kümmern konnte.

Die Eichenstufe ist eingesetzt 2

Die Tür an ihrem Platz

Der Türrahmen ist zum Glück nicht schwer (nur die Tür ist das) und dennoch ist es nicht einfach die insgesamt zehn Rahmenanker so zu setzen, dass der Rahmen lotgerecht hängt und gleichzeitig nicht verzogen ist. So richtig ist mir das auch nicht gelungen und die Tür schnappt jetzt irgendwie fester zu als vorher (ohne zu klemmen). Die Wasserwaagen behaupten aber, dass ich nicht Schuld bin *grübel*.

Die Haustür ist wieder eingebaut

Wie harmlos diese kleine Stufe dort liegt. So ganz unscheinbar und friedlich, als hätte sie schon ihr ganzes Leben nichts anderes getan… dabei war das ein langer Weg vom uralten Eichenständer zum fertigen Leimholz. Annika behauptet die Stufe sieht wirklich so aus, als hätte sie schon immer da gelegen und gehöre dahin ^^ .

Die Stufe passt auch optisch recht gut

Messingschrauben halten die Stufe

Konsequenzen

Abgesehen vom optischen Mehrwert, die Stufe dort als Übergang zwischen dem Tür- und Bodenschweller zu platzieren, gibt es einen sehr physikalischen Grund für die gesamte Aktion: Bodenfreiheit. Als ich damals die Höhe der Fussbodenschüttung mittels dem schwachen, grünen Bosch-Kreuzlinienlaser bestimmte, da habe ich offensichtlich zu knapp geplant und so die Tür zu tief gehängt. Als Folge daraus schabte diese nun sobald auch nur ein paar Sandkörner auf dem noch unbefliesten Boden aus nackten Estrichelementen lagen.

Doch das hat jetzt ein Ende und nun ist auch genug Platz für die restlichen Fliesen. Dann folgt eine Gaderobe und das Verputzen des Eingangbereichs. Auf Arbeit folgt Arbeit.

Endlich kein Schaben mehr! Yay!

Die ganze Arbeit für 18mm mehr Bodenfreiheit

Die Haustür geht endlich auf ohne am Boden zu schaben

  1. Kommentare
    1. Ole Der Bauherr :-) · 23.09.2013 · 09:48

      Das sind auch Kamelhaarbüschel die da liegen :-)

    2. Annika Die Bauherrin :-) · 22.09.2013 · 02:20

      Kamele!!! O______o :DD Die können bestimmt Treppen steigen.

    3. mama · 16.09.2013 · 15:29

      Natuerlich musst Du auch eine Rampe haben nebst der Treppe!! Kinderwagen, Karren, Skate boarding sons and friends, wheelchair peeps. ....Kamele!!! hahahahahaha

    4. Ole Der Bauherr :-) · 10.09.2013 · 20:53

      Ja, die Rampe... die soll natürlich auch weg aber das wird erst im nächsten Jahr etwas - aber ich habe mir da schon etwas ausgedacht *g*. Grüße!

    5. Rayk · 10.09.2013 · 15:55

      Schick.. und ich dache es sollte als Rampenersatz dienen... So richtig als Treppe. Natürlich habe ich dies schon vor längerem erkannt, aber nun zum Finale aufklären wollen. Gruß aus der Altmark

    6. mama · 10.09.2013 · 13:47

      Superjob, Ihr beiden!! Annika hat recht, es sieht aus, als waere es nie anders gewesen.

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