20

Jun

2013

Ein Fallrohrbogen zur Dachrinne


20.06.2013, 29°C


Das Gerüst für das Vordach war fertiggestellt, die Dachrinnenhalter konnten angebracht werden und nach dem Fiasko der vergangenen Tage war das Anbringen ein Traum: Keine unerwarteten Abweichungen, kein ungewünschtes Gefälle. Einfach konstantes Gefälle über die gesamte Strecke und jeder Dachrinnenhalter konnte mit zwei Schrauben verankern werden *freu*.

Drei Reihen von Dachlatten und alle Dachrinnenhalter

Mit der Wasserwaage prüfte ich Gefälle und Gleichmässigkeit

Die Wasserwaage bestätigt mir ein ordentliches Gefälle

Löten, Sägen, Aufweiten

Meine ersten Lötarbeiten verliefen etwas hakelig. Kein Gefühl für die Temperatur, die Flasche war zu schnell leer, das Zinn floss irgendwie stets in die falsche Richtung… "viel lernen du noch musst" dachte ich mir.

Meine ersten Lötarbeiten an Zinkrohren

Die Fallrohre bei meinem Baustoffhändler haben immer eine Länge von 2m (mindestens); kürzere 1m oder 50cm Stücke waren nicht zu haben. Das hat mich Anfangs etwas irritiert, weil doch eine Seite aufgeweitet ist um das "normale" Rohrende aufnehmen zu können. Es stellte sich heraus, dass es dafür ein (teures) Werkzeug gibt, welches ich mir nicht kaufen wollte (preislich geht es bei ca. €90 los).

Neue Erkenntnis!Etwas Recherche im Internet hat ergeben, dass man ebenso gut mit einem Stahlrohr arbeiten kann, welches man 30cm in das Fallrohr einführt und dann "rührt" und so das Fallrohr weitet. Das hat allerdings den Nachteil, dass man im Fallrohr ebenfalls einen "Ring" im Blech hinterlässt; nämlich genau dort wo das Rührrohrende im Fallrohr umherwandert. Sehr gute Ergebnisse habe ich auch mit einer Zange erzielt mit der ich einfach um das Rohrende herumwandere und das Fallrohr Stück für Stück ziehe und weite.

Das Rohr musste aufgeweitet werden bevor es zusammengesteckt werden konnte

Nach viel Geklettere, Anpassungen, Maß nehmen und allgemeinen Überlegungen hatte ich es tatsächlich geschafft den obersten Teil des Fallrohrbogens von der alten Dachrinne zur neuen (seitlichen) herzustellen. Ich war ziemlich vorsichtig und ungewohnt zaghaft bei der Arbeit, weil ich keine Verbindungen festlöten wollte, die ich später nicht mehr brauchen würde.

Der erste Bogen für die hintere Hausdachrinne

Ein Stummel Fallrohr an der Hauswand

Die kleine Dachdeckerei

Es kamen mal wieder erstaunlich viele Werkzeuge zusammen um die Arbeit gut erledigen zu können. Die Kappsäge hat sich als recht brauchbare Hilfe beim Durchtrennen der Fallrohre erwiesen (obwohl ich später auf den Winkelschleifer umgestiegen bin da die Kappsäge woanders benötigt wurde).

Mit der Kappsäge lassen sich Fallrohre sehr gut schneiden

Auf dem unteren Foto ist die Lötflasche mitsamt Dachdecker-Lötkolben nicht zu sehen, welche ich online ersteigert habe. Leider ist mir die mittlerweile umgefallen, sodass der Drehknauf auf dem Gasventil abgebrochen ist. Es funktioniert noch alles aber ich muss jetzt ständig aufpassen, dass ich den Knauf nicht verliere :-( .

Ansonsten sind einige der ständigen Begleiter: Lötwasser und Pinsel, Lötzinn, Zange und "Rührrohr", Feile, Säge, Winkelschleifer und Gehörschutz – denn Blech ist laut beim Sägen.

Bevor die Frage aufkommt: Nein ich besitze keine Blechschere :-D .

Eine kleine Sammlung an Werkzeugen für die Arbeiten an Dachrinnen

  1. Kommentare

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