18

Nov

2012

Fliesen legen im Gäste-WC


18.11.2012, 8°C


Als ich das letzte Mal Fliesen legte, da war der Raum nicht größer als das Gäste-WC jetzt und ich erinnere mich dunkel, dass ich das anständig hinbekommen hatte. Allerdings ist das schon 14 Jahre her ;-) . Heute wurde es Zeit die vergangens erlernten/gewonnenen Fähigkeiten aufzufrischen und somit auch mein Versprechen der Bautruppe gestern gegenüber (ich würde heute Fliesen legen können, anstatt zu streichen) einzuhalten.

Das doch sehr umfangreiche Werkzeug für eine so einfache Tätigkeit wurde zusammengesammelt:

  • Ein Zollstock
  • Zwei Bleistifte
  • Die Fliesenkreuze holte Keanu und füllte sie in einen Plastikbecher
  • Ein Gummihammer
  • Ein Sack Fliesenkleber
  • Einen Eimer und Wasser
  • Das Rührwerk
  • Den neu erworbenen Fliesenschneider mit ernüchterungsfaktor
  • Die 125mm Diamanttrennscheibe auf dem Bosch-Winkelschleifer mit variabler Drehzahl
  • Eine Kelle und eine Zahnkelle
  • Ein Spachtel zur Reinigung
  • Ein Schwamm zur Reinigung
  • Diverse Anlegewinkel und Wasserwaagen
  • …und natürlich die Fliesen

Ich will doch nur Fliesen legen und nicht gleich ein ganzes Haus bauen.

Alles was man zum Fliesen legen braucht

Der Fliesenkleber ließ sich sehr leicht anmischen und bot eine erstaunlich lange Standzeit. Das hing bestimmt auch mit der niedrigen Temperatur zusammen, denn statt 2 Stunden war er ohne Probleme über 4 Stunden einsatzbereit. So gefallen mir Baustoffe – langsam.

Der Fliesenkleber ist klebrig und erstaunlich lange zu verarbeiten

Zuerst wurde Probe gelegt, weil Annika und ich uns noch nicht einige waren welche Fugenbreite uns besser gefiel, entschieden uns dann aber doch für die dünnere und kippten die Fugenkreuze um 90°.

Die unterschiedliche Fugenbreite wurde ausprobiert

Möge das Fliesen beginnen

Sobald der Akkuschrauber deutlich gemacht hatte, dass es ihm an Kraft mangelte um den extrem klebrigen (was benutzen die – KSK Konrads Spezial Kleber?) Fliesenkleber von Sakret durchzurühren griff ich zum großen Rührwerk; musste dabei aber aufpassen, dass sich der Eimer nicht mitdrehte o__O .

Die knifflige Abflussecke ist verlegt

Trotz der kniffligen Ecken (hier sind runde Ecken "problematisch") und den doch nicht gleichmäßigen Wänden gelang es die Fliesen anständig auszurichten und anzubringen. Bald waren auch schon die Abflüsse verschwunden und ich machte mir etwas Sorgen darüber wir ich deren Position dokumentieren sollte, doch dank Digitalkamera war auch das schnell erledigt. Wenn die Fliesen fest sind, werde ich hier entsprechende Ausschnitte fertigen.

Die Bodenabflüsse wurden markiert und abfotografiert

Beide Abflüsse sind verschwunden

Das Badezimmer ist gefliest

Anfangs war ich sehr langsam und erst zum Ende des Arbeitstages hin, begriff ich welche Schritte mich viel Zeit kosteten:

  • Der Zuschnitt
  • Den Kleber kleinflächig aufzutragen
  • Die Fliesen und Fugen reinigen

Anders ausgedrückt: ich kann am Zuschnitt keine Zeit sparen, weil ich den ohnehin machen muss irgendwann. Das sticht bei einem so kleinen Raum natürlich umso stärker ins Auge, weil ständig geschnitten werden muss. Wenn ich es aber schaffe eine Reihe vorzubereiten und dann für die ganze Reihe (oder gar zwei Reihen) den Kleber auftrage, dann muss ich nur einmal an den Kanten der angrenzenden Fliesen reinigen (dafür wird der Schwamm benötigt). Mache ich jede Fliese einzeln (so habe ich das Anfangs gemacht), dann bin ich ständig am Auftragen, wegkratzen und saubermachen. Ein weiterer Vorteil vom großflächigen Verlegen ist, dass die Fugen zwischen zwei Fliesen sauber bleibt und sich keine Fliesenkleber-Wülste ergeben beim Auftragen des Klebers.

Der Boden im Gäste WC ist gefliest

Die Seite mit dem Abflussrohr

In diese Ecke kommt die Dusche

Der Eingang zum Gäste WC

Jetzt ist das Gäste-WC fertig gefliest – bis auf die Abdeckung. Das wird nochmal ein Abenteuer für sich, doch ich entschied mich letztendlich dagegen das jetzt auch noch anzugehen – das Getane sollte erst einmal Zeit haben zu sacken. Die Chemie in meinem Hirn braucht einfach etwas Zeit um sich auf diese Arbeit neu zu kalibrieren :-) .

Manchmal werden kreative Halterungen notwendig

  1. Kommentare
    1. Ole Der Bauherr :-) · 22.11.2012 · 10:19

      '@Matthias: Uhm... Sockelfliese. Verdammt, ich habe wohl etwas vergessen ^//^

    2. Matthias · 20.11.2012 · 20:10

      Die Sockelfliesen fehlen auch noch. Nimm die bischen dicker, dann fällt das mit den ungeraden Wänden nicht so ins Gewicht. (chrome)

    3. Ole Der Bauherr :-) · 20.11.2012 · 09:51

      Hi Rayk, danke für deinen Lob. Ich habe festgestellt, dass es sinnvoll ist seinen Arbeitsplatz aufgeräumt zu halten - allerdings bin ich überrascht wie viel Zeug man braucht um zu fliesen. Da liegt verhältnismäßig viel Werkzeug herum um eine doch so simple Tätigkeit wie gebrannte Tonerde auf den Boden zu kleben :-D . Viele Grüße & frohes Schaffen!

    4. Rayk · 19.11.2012 · 09:02

      Guten Morgen, Wie immer staune ich über dein(Ole) handwerkliches geschick. Die gefließte Fläche macht einen sehr sauberen und ordentlichen Eindruck. Auch rundherrum ist es immer aufgeräumt. Das sieht zuweilen bei mir nicht so aus. Wie immer konsequent! Gruß Rayk

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