10

Jul

2010

Summer of Lehm


10.07.2010, 33°C


Der Tag war unglaublich heute - es war den ganzen Tag über einfach unfassbar heiß und die Temperatur schien zu keinem Zeitpunkt fallen zu wollen. Der perfekte Tag also um Lehm an die Wand zu bringen :-) .

Zuerst mussten noch einige Putzleisten ausnivelliert und an der rechten Hauswand befestigt werden und einige Leisten der linken Wand mussten noch unterfüttert werden. Dann fiel uns ein, dass die Fenster auch eine Verschalung benötigen, die wir allerdings auf die vertikalen Seiten beschränkt haben. Und gleich danach konnte es dann auch losgehen.

Auf der rechten Hausseite wurden Putzhilfen aufgebracht

Nachdem die Putzmaschine aufgestellt ist, wird diese zuerst leer durchgespült damit die Schläuche nicht trocken sind (der Lehmputz kann dann besser fliessen).

Der Schlauch wird zu beginn einmal ordentlich gespült

In den Trichter der Putzmaschine passt ca. eine 100l Schubkarre und die füllen wir auch vollständig aus. Mit einer Schubkarre schaffen wir ca. zwei Felder des Fachwerks.

Der Trichter der Putzmaschine muss alle zwei Felder gefüllt werden

Wie vor einigen Tagen beschrieben funktioniert der Durchflussmesser nicht im Zusammenhang mit erdfeuchtem Lehm. Wir drehen den Zuflusshahn ganz zu und dann zwei Umdrehungen wieder auf. Damit haben wir bislang das beste Ergebnis erzielt. Leichte Variationen (¼ Umdrehung weiter auf oder zu) haben einen großen Einfluss auf die Lehmkonsistenz.

Die Wasserzufuhr wird komplett zugedreht und dann zwei Umdrehungen auf gemacht

Da wir mit einer Trichterfüllung nur zwei Fächer schaffen, stehen die nächsten Schubkarren schon gleich zum Nachfüllen Parat.

Eine Schubkarre passt in den Trichter der Putzmaschine

Und dann heisst es nur noch: Lehm los! Ich halte drinnen die Spritzpistole während Nicole draussen fleissig den Lehm in den Mischtrichter schiebt. So bekommen wir ein recht brauchbares Ergebnis, ohne Verklumpung, hin. Nach wie vor ist es wichtig, dass man nicht zu viel auf einmal aufträgt. Der Lehmputz erreicht irgendwann einen kritischen Punkt und sackt einfach in sich zusammen, wobei er dann meistens von der Wand fällt. Danach kann es durchaus sein, dass ein halbes Fach wieder so aussieht wie vor dem Verputzen.

An der Seitenwand zur Scheune bilden sich erste Inseln beim Abstreifen

An der Vorderwand ist der Lehmputz schon recht hoch

Besonders cool ist, dass sich bei einigen Fächern tatsächlich schon "Inseln" gebildet haben. Wir erreichen hier also bereits die erforderliche Wandstärke! Diese Inseln entstehen, wenn ich nach dem Aufspritzen den Lehm mit der Kartätsche abstreife. Das geschieht, in dem ich diese auf die Putzleisten drücke (leicht) und nach oben abstreife.

Die Inseln bedeuten für uns das wir die richtige Putzstärke fur die Dämmung haben

  1. Kommentare
    1. Dirk · 11.07.2010 · 11:20

      'Das schaut echt sehr gut aus (warum erinnert mich das Schlauch-Foto an Feuerwehrschläuche? :-) )! Stellt doch mal ein Foto ein, wie Ihr nach so einer Lehmputz-Aktion ausschaut...

* wird nicht veröffentlicht