14

Mai

2010

Fachwerk-Reparatur Tag 4


14.05.2010, 9°C, bewölkt aber trocken


Während die Zimmerleute weiterhin das Fachwerk der Hausfront reparierten, war unser Einsatz heute eher bescheiden. Ich verbrachte den Tag damit die Nägel aus den Holzbalken zu ziehen, Gerd sägte Abrissholz und Gitti & Nicole kümmerten sich um Aufräumarbeiten im Erdgeschoss. Daher gibt es dort auch nichts relevantes zu sehen - ergo keine Fotos.

Das Flickwerk ist beendet die Ständer und Schwelle ist erneuert

Ganz anders hingegen, an der Hausfront. Der angegriffene Eckständer ist wieder im Lot und das rotte Holz aus der Ecke ersetzt. Dazu wurde der schlechte Teil des Eckständers und Geschossschwelle herausgeschnitten und durch ein entsprechendes Passstück ersetzt. Überhaupt wurde viel Holz-Tetris (sprich: optische Verbesserungen) gespielt diesmal.

Der Eckständer ist repariert und das Endstück der Geschossschwelle vor weiterem geschützt

Die rotten Enden der Ständer sind geflickt

Auf dem unteren Bild, wo die Spanngurte zu sehen sind, müssen noch zwei Riegel eingesetzt werden. Links ein tiefer für das Fenster und rechts ein normaler. Die beiden Riegel zur Ecke hin wurden bereits erneuert bzw. richtig befestigt. Wir haben nämlich festgestellt, dass die kleinen Riegel, jeweils zwischen einem Senkrechten Ständer und der Querstrebe, nur einseitig befestigt sind im Haus. Das gilt zwar nicht überall aber in ¾ der Fälle.

Der Eckständer ist wieder im Lot es fehlen noch zwei Riegel

Das Fachwerk wurde angepasst um stilecht zwei Fenster aufzunehmen

Keanus Fachwerk wurde heute auch noch angepasst um zwei Fenster aufzunehmen. Zuerst wurden beide Riegel auf ein Niveau gebracht und dann zusätzlich noch zwei senkrechte Hölzer als Rahmen eingebaut. Die vorherigen Fenster waren oftmals nur einseitig befestigt und auf der anderen Seite direkt in die Lehmsteine verbohrt. Zum einen sieht das bescheiden aus, denn das Fenster besitzt dann keine optische Umrandung (unsere Zimmerleute weisen uns dankenswerterweise auf solche "Unstimmigkeiten" hin), andererseits besteht an der Seite natürlich auch kein sonderlich guter Halt. Lehmsteine sind immerhin keine Mauersteine.

Das Loch an der Ecke war gross genug um eine Faust hineinzustecken

Ein weiteres Dorn im Auge war das Faustgroße Loch an dem Eckständer in Keanus Zimmer. Dort hatten Wetter und Insekten ein faustgroßes Loch hineingearbeitet. Auch hier wurde etwas gepuzzlet, geschraubt und geklebt. Nun stellt das Loch kein Angriffspunkt mehr dar und wir sind froh, dass das Holz nicht so schlecht aussah wie vermutet.

Keanus Zimmer hat nun Oeffnungen für zwei Fenster

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