13

Mai

2010

Fachwerk-Reparatur und Gefach-Abriss


13.05.2010, 8°C, bewölkt mit gelegentlichem Nieselregen


Gleich vorweg: heute war ein guter Tag, denn wir haben wirklich viel geschafft. Die Zimmerleute haben natürlich weiterhin an der Hausfront gearbeitet und das Haus sieht mittlerweile wieder wie ein richtiges Haus aus.

Da letzte Woche der Entschluss gefasst wurde sämliche Gefache (Felchtwerk mit Strohlehm) zu entfernen und zu erneuern, wollte ich das so schnell wie möglich erledigt haben. Wir (Nicole, Gerd, Gitti und ich) haben uns daher heute um die Rückwand des Hauses gekümmert.

Zuerst mussten aber einige Vorbereitungen getroffen werden, wie z.B. Paletten über den Fundamentgraben zu legen, Putzreste von der Aussenwand entfernen und viel Kleinkram noch dazu ;-)

Die Paletten hielten den Lehm davon ab in den Fundamentgraben zu fallen

In den folgenden drei Bildern ist der Fortschritt über den Tag verteilt zu betrachten. Die beiden Fächer in der Mitte hatte ich bereits vorletztes Jahr ausgemauert - die dürfen also bleiben.

So sah die Hausrückseite vor dem Abriss aus

Das war ein Zwischenstand des Fachwerk Abrisses

Und so sah es aus als wir fertig waren

Nacktes Fachwerk passt zum Badezimmer

Oben ist die Aussenwand des Badezimmers zu sehen. Auch diese Gefache sind sehr schnell herausgefallen. Da im Bereich der Rückwand bereits der Fussboden fehlte, musste ich auf den Deckenbalken balancieren während ich mit der Spitzhacke die Lehmwand entfernte.

Es war nicht einfach auf den nackten Deckenbalken zu balancieren beim Schwingen der Spitzhacke

Das ist alles was vom Gefach Abriss übrig geblieben ist

Wir haben es tatsächlich geschafft den gesamten Abrisslehm und das meiste des Flechtwerk-Holzes weg zu räumen. Für diese Arbeit hätte ich sonst 2 ganze Tage angesetzt. Am Ende des Tages hatten wir drei prall gefüllte Bigbags in der kleinen Scheune stehen.

Mittlerweile haben wir drei gefüllte Bigbags mit Abrisslehm

Arbeitsplatz der Zimmerleute

Das Fachwerk der Hausfront ist vollständig

Auf den letzten beiden Bildern ist zu erkennen, dass der untere Eckständer, mitsamt Querriegeln, wieder eingesetzt wurde. Ausserdem sind die vorderen vier Balken der rechten Hauswand allesamt jene Balken, die vorher entfernt wurden, um die Bodenschwelle einzulassen. Da es Eichenbalken sind, waren die noch in besserem Zustand als zuerst angenommen.

Die beiden Spanngurte haben geholfen den Eckständer wieder ins Haus zu ziehen und auszuloten. Als wir die Baustelle verließen wurde an diesem gerade gearbeitet, da er im unteren Bereich schon arg angegriffen ist.

Die Fachwerk Hausecke ist fast wieder hergestellt

  1. Kommentare
    1. fpg · 23.02.2015 · 22:24

      moin Ole, ...oha... ich muss an meinem schriftbild etwas feilen... da steht tatsächlich "gerüstbolen" , damit sind die dicken bretter gemeint, die man früher zum gerüstbau verwendet hat und die auch heute noch mit "h" geschrieben werden ;-) ... später turnt ihr ja auf den alten dielen rum... brisant ... gruss vom fpg

    2. Ole Der Bauherr :-) · 23.02.2015 · 17:11

      Hallo FPG, freut mich, dass du Freude findest an dem Vorhaben - wir sind ganz froh, dass wir mittlerweile darin wohnen können :-D . Das mit den Gerüstbolzen kann ich allerdings nicht nachvollziehen - hätte ich dann ein Gerüst dazu benötigt? Das haben wir nämlich gar nicht - kommt aber sicherlich noch irgendwann. Grüße!

    3. fpg · 17.02.2015 · 13:19

      moin, ...hihi.. wie sich bilder gleichen :-) wir sind seit 2012 dabei, ein fachwerkhaus zu sanieren. allerdings sind unsere bemühungen ein kindergarten gegen eure aktion ! respekt³ !!! übrigens die balance-aktion auf den deckenbalken hätte man sich erleichtern können, indem man in ein paar gerüstbolen investiert hätte... die sind af unserer baustelle eine universallösung für solche fälle. euer blog ist suchterregend ! wir würden uns das ganze bei gelegenheit gerne mal in natura betrachten, sofern es euch passt. fachwerk-verrückte sollten sich austauschen :-) gruss vom fpg

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