29

Aug

2009

Putzmaschine, Asphalt und Holz


29.08.2009


Nachdem wir erst spät zur Baustelle gekommen sind, begannen wir den Tag mit einem Versuch. Wir wollten unbedingt wissen, ob sich die Anschaffung einer Putzmaschine (Mörtelmaschine) gelohnt hat. Da es im Netz nicht viel darüber zu lesen gibt, wie sich die PFT G4 (Bj. 1994) mit dem Anmischen von Lehmmörtel schlägt, war das ganze eher experimenteller Natur. Bei einem Preis von ca. € 2400,00 (inkl. Spedition) zzgl. € 100,00 für Ersatzteile sollte man es allerdings waghalsig nennen. Das ist aber nicht ganz wahr, denn es gibt vereinzelte Berichte von der G4 beziehungsweise änlichen Maschinen auf fachwerk.de - allerdings war immer die Rede von einem vorgeschaltetem Zwangsmischer auf den wir gerne verzichten wollten.

Komplett verkabelt und verschlaucht, die PFT G4

Also: Wasserschlauch anschließen, Kompressorschlauch an die Spritzlanze anschließen und den Mörtelschlauch NW25 zwischen Lanze und Maschine verlegen. Dann noch Strom anschalten und schnell drei Eimer Erdfeuchten Lehm-Unterputz von Claytec oben in den Trichter geworfen. Nach etwa 20 Sekunden kam aus der Spritzlanze Braunes Wasser und kurz darauf folgte der Lehm. Bei nur 75 liter Wasserdurchflussmenge (so ziemlich das Minimum) hatten wir eine wunderbare Lehmkonsistenz. Der Lehm blieb an der Kübelwand kleben und wir waren begeistert!

Wunderbare Konsitenz bei 75 liter Durchflussmenge

Nach diesem Erfolgserlebnis machte Nicole sich daran die große Scheune etwas auf Vordermann zu bringen, in dem sie das Abrissholz in die angrenzende Pferdebox verfrachtete, während ich weiterhin vor dem Haus den Asphalt herausriss und zu einem kleinen Berg aufhäufte.

Ohne Staubmaske konnte man dort nicht atmen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Der Asphalt ist aufgerissen. Morien spielt Wippe mit der Rampe

Fast hätte ich noch vergessen, dass die Kinder morgens einen Schmetterling im Planschbecken gefunden hatten. Nach etwas Zeit zum trocknen, pebbelte Nicole ihn dann mit Zuckerwasser auf. Er ist schon recht alt, aber vor wenigen Tagen war er so majestetisch über unseren Hof gesegelt. So, als hätte er richtig Spaß am Leben; und das wollten wir ihm nicht nehmen.

Ein majestetischer Gleiter bekommt Zuckerwasser

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